Stand: August 2026
Genau wie bei der bKV gilt für die betriebliche Altersversorgung: Ohne schriftliches Regelwerk wird jede einzelne Zusage zu einem eigenen Präzedenzfall — mit Risiken, die erst beim ersten Streitfall sichtbar werden.
Was ohne Versorgungsordnung droht
Werden bAV-Zusagen einzeln und ohne einheitliche Regeln erteilt, entstehen über die Jahre unterschiedliche Bedingungen für vergleichbare Mitarbeitende. Im Streitfall fehlt die schriftliche Grundlage, um die Gleichbehandlung nachzuweisen.
Was das Regelwerk enthalten muss
Eine gute Versorgungsordnung definiert den Kreis der Anspruchsberechtigten, die Höhe der Beiträge oder Leistungen, den gewählten Durchführungsweg und den Umgang mit Ein- und Austritten — bevor die erste Zusage erteilt wird.
Führen Sie die bAV mit einer sauberen Versorgungsordnung ein.
Wir erstellen das Regelwerk, bevor die erste Zusage erteilt wird.
Kostenloses Erstgespräch buchenHäufige Fragen
Brauche ich für jeden Durchführungsweg eine eigene Versorgungsordnung?
Grundsätzlich sollte jede genutzte Struktur klar geregelt sein — teils in einem gemeinsamen, teils in getrennten Dokumenten.
Kann ich eine bestehende bAV nachträglich ordnen?
Ja, sollte aber frühzeitig erfolgen — je mehr Einzelzusagen bereits bestehen, desto komplexer die Vereinheitlichung.
Gilt die Versorgungsordnung auch für neue Mitarbeitende automatisch?
Nur wenn dies im Regelwerk explizit vorgesehen ist — genau das sollte von Anfang an mitgeregelt werden.
Wie oft sollte die Versorgungsordnung überprüft werden?
Bei jeder größeren Gesetzesänderung sowie regelmäßig alle 2–3 Jahre.
Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine individuelle Beratung. Alle Angaben gelten für 2026.